Ausbildung
Strahlende Übung
Am 1. Oktober 2010 veranstaltete die FF-Kastengstatt eine Übung mit gefährlichen Stoffen. Als Stoffgruppe wurde die Klasse 7, radioaktive Stoffe gewählt.
Ziel der Übung war es, den örtlichen Einsatzkräften die Vorgehensweise in der Erstfase des Einsatzes aufzuzeigen und in weiterer Folge die Praxis des Strahlenschutztrupps zu fordern.
Übungsannahme war ein Verkehrsunfall mit einem Kleintransporter, der als Kategorie 7 (radioaktive Stoffe) Transporter deklariert war. Der Transporter ist von der Straße abgekommen und gegen eine Mauer gekracht. Der Fahrer war leicht verletzt und vom Unfall benommen.
Laut Ausrückorder wurde die Alarmierung der Ortsfeuerwehr und des Bezirksstrahlenschutztrupp (BSST) zeitgleich durchgeführt. Da es in realen Situationen genau so sein wird, dass die Anfahrt des BSST längere Zeit in Anspruch nehmen wird, wurde das auch in der Übung berücksichtigt.
So muss in der ersten und wichtigsten Fase des Einsatzes die Ortsfeuerwehr die richtigen Schritte tätigen. Bei der aktuellen Übung sah das so aus, dass der Einsatzleiter OBI Druckmüller Fritz nach der ersten Erkundung einen Atemschutztrupp zur Menschenrettung aussandte und zeitgleich die Absperrung und den doppelten Brandschutz veranlasste. Der Atemschutztrupp war angewiesen die Person so schnell wie möglich aus dem Gefahrenbereich zu bringen und eine kurze Erkundung aus der Nähe vorzunehmen. Dies geschah dann auch vorbildlich. Die Person konnte geborgen werden und weiters konnte der Trupp die Transportpapiere mit wichtigen Informationen zum Stoff und dessen Verpackung sicherstellen. Somit war der wichtige Teil der Ortsfeuerwehr bereits vorüber.
Beim baldigen Eintreffen des BSST unter der Leitung des Bezirksstrahlenschutzbeauftragten, BI Suitner Michael, konnte der Einsatzleiter bereits wichtige Informationen weiterleiten. Diese Informationen wurden vom Einsatzleiter Strahlenschutz ausgewertet und umgesetzt. So wurde umgehend veranlasst, dass sich ein Strahlenspürtrupp mit den Gerätschaften ausrüstet und die verunfallte Person sowie den ATS-Trupp auf Kontamination prüfte. Nach der Messung konnte aber Entwarnung gegeben werden und ein weiterer Trupp konnte den strahlenrelevanten Gefahrenbereich um das Unfallfahrzeug eingrenzen.
Nachdem die Lage so weitgehend stabilisiert worden war, konnte es nun an die Bergung der Stoffe gehen. Der Spürtrupp lokalisierte die Gebinde und die ausgetretenen Stoffe und konnte sie mit geeignetem Werkzeug und Transportbehältern gesichert abtransportieren und somit die Übung beenden.
Bei der anschließenden Übungsbesprechung konnte der Übungsorganisator, BM Druckmüller Michael, ein Lob an die eingesetzten Kräfte aussprechen. Kleinere Kritikpunkte sollten als Anregung angesehen werden. Auch der Bezirksstrahlenschutzbeauftragte, BI Suitner Michael, konnte die Übung als Erfolg verzeichnen und lobte die Zusammenarbeit mit der FF-Kastengstatt, die auch 4 Mitglieder in seinem Trupp stellt. Der Einsatzleiter der Ortsfeuerwehr, OBI Druckmüller Fritz, bezeichnete die Übung als außerordentlich lehrreich und bedankte sich beim Bezirksstrahlenschutztrupp.
In einer netten Runde konnte die Übung dann noch bei einem erfrischenden Getränk aufgearbeitet werden und es konnten auch schon einige Anregungen für zukünftige Aktivitäten gesammelt werden.




