Einsatzgebiet
Kastengstatt früher
Der Ortsteil Kastengstatt kann auf eine bedeutende Geschichte zurückblicken:
Zur Hallstattzeit (800 - 475 v. Chr.) befand sich am Grattenbergl die größte Siedlung Nordtirols.
Unser „Hausberg“ (das Grattenbergl) war am 13. Mai 1809 auch Schauplatz des Tiroler Unabhängigkeitskampfes, wo die Tiroler gegen die bayrischen und französischen Truppen in den Kampf zogen.
Weiters war Kastengstatt der Hauptumschlagplatz des Brixentaler Bergbaues. Es befand sich dort eine Anlegestelle der Innschifffahrt, wobei Kastengstatt das Stapelrecht besaß.
Ab dem 16. Jahrhundert befand sich hier auch ein Schmelzwerk, welches jährlich 7000 Zentner Eisen produzierte. Dieses Werk war bis 1888 in Betrieb.
Daneben wurden in einer „Schopperstatt“ Schiffe für den Inn gebaut.
Ab dem 18. Jahrhundert wurde vor allem Braunkohle aus Häring über diesen Innhafen nach Hall zu den Sudpfannen transportiert.
Diese zentrale Position in der Binnenschifffahrt verlor Kastengstatt erst durch die Errichtung der Westbahn im Jahre 1858, wobei der Warenverkehr zum Großteil auf die Schiene verlagert wurde.



